Vereinschronik

Im Jahr 1949 wurde der Kanuklub, unter dem damaligen Namen Kanuklub Bootshaus-Gemeinschaft Unna 1949 e.V., gegründet und kann nun auf eine 60 jährige Geschichte zurückblicken. Nach einem kleinen Anfang, mit nur wenigen Mitgliedern, heißt unser Verein heute Kanuklub Unna e.V. und hat zurzeit ca. 150 Mitglieder.

Vereinsgeschichte des Kanuklub Unna 1949 e.V.

Die ersten Jahre des Kanuklub Unna (Erzählungen eines Zeitzeugens)

Wie alles begann

Nach dem Krieg suchten wir alle nach Freunde, Freundschaften und sportlichen Aktivitäten. So entstand im Frühjahr 1949 durch eine kleine Gruppe der Verein. Genauer gesagt, war es der 20.01.1949, an dem sich in den Räumen der Gaststätte Kannegießer in Unna elf Personen zur Gründungsversammlung des „Kanuklubs“ einfanden. Da uns inzwischen von dem Bauern Hermann Kampmeier, Drüpplingsen, ein Bootsraum in Aussicht gestellt worden war, nannten wir uns zuerst „Kanuklub Bootshausgemeinschaft Unna 1949 e.V.“, kurz „Bootshausgemeinschaft“ (B.H.G.). Zum 1. Vorsitzenden wählten wir Rudolf Risse, zum 2. Vorsitzenden Paul-Heinz Scheele, zum Kassierer, Sport- und Wanderwart Helmut Schulze-Bramey und zum Jugendwart Fritz Trockels. Nachdem die Vereinsgründung bekannt wurde, wuchs die Mitgliederzahl 1949 stark an.

Einige waren verheiratet, andere brachten ihre Freundinnen mit und bald stellten wir fest, dass wir gut zusammen passten. Das „Zelten“ – so nannte man es früher – und das Kanu fahren waren genau das Richtige. Wenn man jetzt so überlegt, sind die einzelnen Paare bis ins hohe Alter noch immer zusammen; was ja heute keine Selbstverständlichkeit ist. Leider sind von den Gründungsmitgliedern einige viel zu früh verstorben.

 Schwierig war es damals schon zur Ruhr zu kommen. Wer da ein Fahrrad hatte, war schon fein raus. Aber bald kam die „Motorradzeit“. Dadurch waren wir beweglicher und schneller „vor Ort“.

 Wir hatten zum Teil selbstgebaute Boote und bei Bauer Kampmeier unter dem Café unsere Bootsschuppen. Die Zeltwiese mit einem selbstgebauten, schwimmenden Anlegesteg wurde angemietet. 40 junge Birken holten wir aus dem Wald und pflanzten diese längs der Straße vor unserem Platz. Einige stehen heute noch dort.

Der Zeugungsakt Bootshaus

Viele Abend- und Nachtstunden saßen wir mit unseren Freunden beim Vorsitzenden Rudi Risse in der kleinen Altstadtwohnung und philosophierten – wie toll es wäre, wenn wir ein eigenes Bootshaus hätten. Das Zusammenleben im Verein wäre noch viel schöner. Klar war, dass das Heim nur mit viel Selbsthilfe und wenig Kapital erstellt werden konnte.

 Jedes Wochenende waren wir präsent und machten schöne Wasserwanderungen auf der Ruhr. Aber der Bootshaus-Neubau ging uns nicht aus den Köpfen. Wir sparten eisern und veranstalteten dort zwei große Regatten. Es kamen bekannte große Vereine zu uns. Auch gab es interessante Attraktionen, wie z.B. Heini Willing aus Dortmund – er war deutscher Meister im Dauer-Eskimotieren. Er zeigte sein Können auch unter großem Beifall. Zur großen Freude des Kassierers hatten sich die Veranstaltungen gelohnt.

 Zur weiteren Ansparaktion gab der Verein Anteilsscheine heraus. Jedes Mitglied gab für die damalige Zeit einen größeren Betrag.

 Im Sommer 1950 wurde die erste große „Saar-Mosel-Rhein-Wasserwanderung“ mit fast allen Vereinsmitgliedern durchgeführt. Wir beluden einen ganzen Wagen mit unseren Booten und Gepäck und schickten diesen vorher nach Trier. Von dort fuhren wir am nächsten Tag weiter nach Saarburg, wo wir unsere Boote einsetzten und paddelten dann die Saar, die Mosel und den Rhein abwärts bis Köln. Es war eine gelungene erste große gemeinsame Kanufahrt.

 Da aber auch im Herbst 1950 die Stadt Unna ihr 750jähriges Bestehen feierte, hatte unser Vorstand eine ideale Idee: „Wir laden den Bundespräsidenten Theodor Heuss zum Stadtfest ein.“ Der aufwendige Festausschuss der Stadt hatte diese Einladung ganz vergessen und wollte nicht, dass ein Sportverein das übernahm. Wir bestanden aber fest darauf, dass wir die Einladung offiziell übergeben. Nach einer vorherigen Anmeldung marschierten wir geschlossen in Vereinskleidung in Bad Godesberg zum Petersberg, wo „Pappa Heuss“ sein Domizil hatte. Dort übergaben wir ihm persönlich die Einladung und unterhielten uns recht lange mit ihm. Dieses Ereignis ging, natürlich auch bebildert, recht positiv durch die Presse, zum Ärger des Festausschusses. Aber unser Verein wurde dadurch im Kreis Unna sehr bekannt.

Geburt unseres Bootshauses

Und so kam es, dass wir im Frühjahr 1951 unser jetziges Baugrundstück sehr günstig kaufen konnten, weil diese Wiese keinen eigenen Zuweg zum Ohlweg hatte. Der Verkäufer wunderte sich, dass wir das Stück überhaupt kauften. Wir machten ihm klar, dass wir es ja vom Wasser aus erreichen können. Dann haben wir aber mit einem Trick einen „Landtausch“ mit dem Nachbargrundbesitzer fertig bekommen. Dieser hatte sich vorher immer geweigert, einen Tausch vorzunehmen, weil er den Vorbesitzer nicht leiden konnte.

Auf diese Weise hatten wir jetzt auch eine schöne Zufahrt zu unserem Eigentum.

Unser Neuerwerb sah aus wie eine Mondlandschaft. Früher wurde hier wohl nach Kies gebuddelt. Mit sehr viel Erdarbeit, ohne Raupe und Bagger, alles mit Handarbeit wurde der Platz planiert. Unter anderem wurden die Rasensoden vorsichtig aufgenommen und nach dem Planieren wieder aufgelegt. Wasser zum Angießen hatten wir ja reichlich. So konnten wir schon im gleichen Sommer dort unsere Zelte aufschlagen. Die Bootsschuppen und Zeltwiese bei Bauer Kampmeier hatten wir schon gekündigt.

Zur gleichen Zeit mieteten wir für unsere Boote einen Saal in Langschede an. Nun hatten wir auch mehr Zeit für den Neubau.

 Nachdem der Unnaer Architekt Johannes Kupitz die Entwürfe und die Bauzeichnungen in selbstloser Weise gefertigt hatte, konnten wir uns Anfang 1952 ans Werk machen. Uns „Handwerkern“ ist bis heute noch nicht klar, wie unser Kassierer die vielen Materialrechnungen bezahlen konnte. Trotzdem ging der Bau kontinuierlich immer weiter. Es wurde mittwochs, samstags, oft auch sonntags bis spät abends gearbeitet (Zum Ärger unserer Frauen oder Freundinnen). Aber darauf konnten und durften wir keine Rücksicht nehmen, hatten wir uns alle doch verpflichtet, für die Dauer eines Jahres jedes Wochenende für den Boothausbau zu schuften.

Als der Rohbau soweit fertig war, veranstalteten wir noch einmal eine sehr große Regatta auf eigenem Grund. Auch hierdurch wurde die Vereinskasse gut aufgefüllt.

Mit viel Mühe wurde für dieses Regatta-Fest ein schwerer Stromgenerator von einer Großbaustelle aus dem Werler Stadtwald geholt. Dieser musste aber montagfrüh wieder dort sein. So etwas kann natürlich nur in Teamarbeit klappen. Die Elektro-Installation im Neubau war wohl schon fertig – konnte aber bis dahin nicht vorher ausprobiert werden – aber auch das klappte.

Die Stromzuleitung zum Grundstück bekamen wir erst viel später. Bis dahin haben wir mit Kerzenlicht und einer Petroleumleuchte schon schöne Feste gefeiert, wie z.B. Anpaddeln, Sommernachtsfest und Sylvester.

Wir waren alle glücklich, ein Eigentum zu besitzen.

Von dieser Zeit an wurde der Kanu-Wander-Sport wieder mehr gepflegt. Wir fuhren mit einem kleinen Lastwagen – wir hatten ja noch keine PKWs – zu den nahe gelegenen Stauseen und machten gemeinsam Kurzurlaube. Erlaubt war das sicher nicht: Boote, Campingsachen und Personen auf der Ladefläche. Selbst zu den Polterabenden, die ja nun laufend anstanden, fuhren wir mit dem LKW.

Hierbei hatte sich eine Unsitte eingeschlichen. Alle mussten beim Polterabend aus einem gläsernen Nachttopf, wo auch noch 2 Mettwürstchen drinnen lagen, einen Schluck Bier trinken. Der Senf am Rand machte es auch nicht appetitlicher.

Aber irgendjemand besorgte uns dann einen alten klapprigen Bus, der werktags Bergleute zur Zecke fuhr. Der Fahrer verdiente sich sonntags bei uns ein Zubrot. Er brachte uns mit unseren Booten für 5 DM/Person zu vielen kleinen Münsterländer Flüsschen, wie z.B. zur Heda, Stever, Verse, Hase, Lippe, Emma u.s.w.

Die Boots-Stabtaschen wurden am Bootshaus sonntagsfrüh auf dem Dach des Busses verzurrt und die restlichen Bootsäcke sowie unser Gepäck stapelten sich in dem Gang. Ich glaube, der alte Bus war oft überladen, weil er auch noch Freunde von den Kanuklubs Schwerte, Fröndenberg und Wickede abholte. Es war für den Fahrer ja ein „Reinverdienst“. Darüber verschwendeten wir jedoch keinen Gedanken. Wenn der Bus an dem Flüsschen entladen wurde, setzte regelmäßig ein „Aufbau-Wettbewerb“ der Faltboote ein, denn jeder wollte zuerst seinen Kahn zu Wasser lassen.

Sonntags abends auf der Rückreise wurde oft an einem Gasthaus halt gemacht. Wir brauchten ja nicht selbst zu fahren. Wenn es auch mal spät wurde, schliefen wir dann im Bootshaus und montags morgens mussten wir sehr früh zu unserer Arbeitsstelle aufbrechen.

Es war oft ein hartes Wochenende. Freitags Anreise, den ganzen Samstag auf der Baustelle gearbeitet und dann sonntags noch diese Tour.

Eine schlimme Nachricht erreichte uns plötzlich. Unser lieber Freund und erster Vorsitzender Rudi Risse, der „Hauptmotor“ des Vereins verunglückte tödlich mit dem Motorrad. Er hinterließ Frau und Tochter. Es war für uns alle unfassbar. In seinem Sinne wurde jedoch weiter gemacht.

Aber es sollten ja auch noch einige interessante Aktionen vom Bau des Hauses zur Sprache kommen. Da war z.B. der Transport des gesamten Bauholzes für die Balkenlagen und die ganzen Dachsparren. Der Onkel eines Vereinsmitglieds hatte ein Sägewerk in Plettenberg, der uns ein gutes Preisangebot machte. Aber der Transport sollte sehr teuer werden. Für uns war gleich klar, das machen wir selbst.

Ein ganz alter Lanz-Bulldog wurde in Dellwig für 30 DM pro Tag gechartert. Dieser konnte mit einem Motorradführerschein gefahren werden. Es wurden je 2 Fahrer eingeteilt, die jedoch nur einen Weg fahren sollten. Das reichte bei dem Fahrkomfort völlig. Man hatte von dem Qualm total rote Augen. Der Langholzanhänger wurde uns vom Sägewerk geliehen. Also fuhren die ersten Fahrer den Bulldog solo hin. Mit Motorrädern fuhr die zweite Mannschaft hin zum Beladen des Anhängers und die neuen Fahrer wurden mit dem Super-Traktor auf den Weg nach Unna geschickt. Dort wurde die Ladung Samstagabend mit etlichen Kollegen abgeladen, die 3. Fahrer-Mannschaft mit dem Anhänger nach Plettenberg geschickt. Die Motorrad-Kolonne war dann zum Beladen nachts am Sägewerk. Und so klappte auch die 2. Tour, die in den frühen Morgenstunden den Heimweg antrat.

Wir Motorradfahrer mussten wegen der fehlenden Rückbeleuchtung immer hinterher fahren. Dabei entdeckten wir am Waldesrand einen wunderschönen langen und geraden Tannenstamm. Sofort war uns klar, das wäre der richtige Fahnenmast für das Fahnen-Alphabet auf unserem Platz. Kurzerhand wurde er noch zugeladen. Plötzlich tauchte aus der Dunkelheit ein Motorrad auf. Wir dachten, es sei der Förster, der uns durch den lauten Bulldog in der Nacht aufgespürt hätte. Die Angst war groß. Es war zum Glück unser Vorstand Rudi und Schulze, die den Transportablauf kontrollierten. Die beiden machten uns fürchterlich „zur Schnecke“. Wir sollten den Mast wieder abladen. Aber wir waren uns einig: „Nur über unsere Leichen“ und weiter ging die Fahrt.

Sonntagmittag war dann endlich das ganze Holz in Unna auf einem Bauernhof, wo auch der komplette Zuschnitt vorgenommen wurde. Der Langholzhänger wurde noch Sonntagabend mit dem LKW zurück und der Lanz-Bulldock nach Dellwig zum Bauern gebracht. Wir waren stolz, dass wir den ganzen Transport für nur 30 DM geschafft hatten.

Unter der Anleitung von unseren „Holzwürmern“ Pitt Röller, Ackermann Jürgens und Helmut Künzel sägten wir die Balken und stemmten die Zapflöcher. Die einzelnen Zuschnitte wurden in Raten nach Dellwig zum Bau transportiert und dort sofort eingebaut, weil Bauholz sehr leicht gestohlen wurde. Es hat aber alles super genau gepasst.

Als dann der Fahnenmast aufgestellt wurde, war auch unser Vorstand begeistert.

Eine gefährliche und schwere Arbeit war auch noch der lange Betonsturz über den Toren zum Bootsschuppen.

Da wir kaum Schalholz und Stützen hatten, beschlossen wir, den schweren Sturz unten vor dem Schuppen zu gießen. Dafür reichte noch die Schalung. Die Moniereisen wurden gebogen und der Beton in die Schalung gegeben. Nach der Aushärtung kam das Problem, wie bekommen wir das schwere Ding nach oben? Nun hatten wir noch Hohlblocksteine, die für die Giebelwände vorgesehen waren. Mit viel Personal konnten wir den Sturz, mal links mal rechts, anheben und jedes Mal Hohlblocksteine unterlegen. Bei der Höhe mussten auch für die „Heber“ aus Hohlblocksteinen Bühnen gebaut werden. Es ist alles gut gegangen. Selbst die waagerechte Verschiebung auf die vorgearbeiteten Lager. Kaum auszudenken, wenn dabei etwas passiert wäre. Beim ganzen Bau ist – Gott sei dank – nichts Schlimmes passiert.

Dann war da noch die Aktion „Fäkaliengrube“. Die Grube war fertig und innen geputzt, aber keiner wollte die Wände innen mit Bitumen streichen, eine ekelige Arbeit. Wir schoben es schon einige Wochen vor uns her. Da plötzlich rief oben von Bau jemand: „Da kommt der Horst“. Wir hatten ihn schon einige Zeit nicht mehr am Bau gesehen. „Der kann ja heute die Grube streichen“. Als er fragte, was er machen solle, hörte er – wie aus einem Mund -: „Die Grube streichen“.

An der Grubenöffnung wurde ein Beobachtungsposten aufgestellt. Der Horst bekam die ältesten Kleidungsstücke, die wir hatten und nun konnte er sich mit der zähen, schwarzen Paste beschäftigen. Nach einigen Stunden kam er die Leiter hoch. Er war fertig, aber nicht nur mit dem Streichen, sondern auch mit seinem Befinden. Sein Gesicht sah genauso grau/grün aus, wie anschließend sein Erbrochenes. Er hatte für den Tag auch genug geschafft. Hinterher erfuhren wir, dass „unangenehme“ Dämpfe durch die schwarze Farbe frei wurden.

Und dann war da noch unser ältestes Mitglied: Willi aus Heeren-Werne. Er war auf der Zeche Bönen Schlossermeister. Sonntags gaben wir ihm Skizzen oder Zeichnungen für irgendwelche Winkel und Flacheisen, die zu schweißen und zu bohren waren. Wir mussten uns die Schwierigkeiten anhören, die er auf der Zeche bekommt. Also gab er uns wenig Hoffnung. Und siehe da – am nächsten Samstag brachte er diese zum Teil schweren Teile mit dem Fahrrad von Heeren-Werne über die Wilhelmshöhe bis nach Dellwig zum Bau. Wir bedankten uns herzlich, hatten wir ja fest damit gerechnet, dass er uns nicht hängen ließ. Bezahlen konnten wir ja diese Materialien nicht.

Kurz und gut: So gelang es uns, bereits im Winter 1952/53 das Richtfest zu feiern. Im Juni 1953 konnten wir das Bootshaus bezugsfertig als Sportstätte einweihen. Wir waren besonders stolz darauf, dass in dieser schwierigen Zeit die Kanuten der 1. Stunde den Mut, den Willen und die Kraft hatten dieses Bootshaus zu errichten.

Weitere historische Meilensteine

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1954 beschloss die Mitgliederversammlung den Rennsport nicht mehr zu betreiben. Ausschlaggebend waren die zu diesem Zeitpunkt unerschwinglichen finanziellen Belastungen beim Transport von Booten und deren Mannschaften. Außerdem entsprach die eigene Regattastrecke zu diesem Zeitpunkt nicht mehr den erforderlichen Ansprüchen.

In den nun folgenden Jahren widmeten sich die Mitglieder ausschließlich dem Wandersport. Es wurden viele Leistungsabzeichen erworben.

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1957 wurde ein 10ner Canadier – damals natürlich aus Holz – mit dem entsprechenden Bootsanhänger angeschafft. Dieser Canadier, mit dem Bootsnamen „Rudolf Risse“, wurde jedes Wochenende durch die Jugend zu Wanderfahrten in „Beschlag“ genommen.

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1959 begann die Ära der Kunststoffboote. Die neuen Boote waren wesentlich unempfindlicher, leichter und robuster und eigneten sich besonders für das Fahren auf Gebirgsflüssen.

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Am 03.02.1961 beschließt die Mitgliederversammlung, dass der Vereinsname geändert werden soll. Neuer Name des Vereins lautet:

Kanuklub Unna 1949 e.V.

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1963 Der anfängliche Boom und die Begeisterung für den Slalomsport legen sich. Der Wandersport rückt wieder in den Vordergrund. Fahrten zur Donau, zum Rhein, zur Ardesch (F) (hier sind nur einige Flüsse aufgeführt) bilden in den Jahren 1963 bis 1968 die Höhepunkte.

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Ab 1969 beteiligen sich die Unnaer Kanuten an Kanuslalom – Regatten.

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Am 22.05.1974 begeht der Kanuklub Unna 1949 e.V. sein 25Jähriges Bestehen.

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1986 – 1988 richtete der Kanuklub Unna gemeinsam mit dem Surf-Kanu-Club Neheim-Hüsten Wildwasser-Abfahrtsrennen auf der oberen Ruhr in Neheim-Hüsten aus.

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1987 erhielt die Jugendgruppe des Kanuklub Unna den Sven-Simon-Preis des Axel Springer Verlages für eine Aktion, in der die Jugendlichen die Wasserqualität der Ruhr unter die Lupe nahmen.

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Ab 1988 richtet der Kanuklub Unna Kanuslalom-Regatten auf seiner Hausstrecke vor dem Bootshaus in Fröndenberg-Dellwig aus. Diese Regatten waren vor allen dem Kanuslalom-Nachwuchs gewidmet. Hier konnten die jungen Slalomkanuten erste Wettkampferfahrungen sammeln.

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1989 (vor dem Fall der Mauer) knüpfte der Kanuklub Unna erste Kontakte mit der „Eisenbahner Betriebssportgruppe, Abteilung Kanusport“ in Döbeln / DDR. Die freundschaftlichen Verbindungen vertieften sich in den Jahren danach.

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Bis 1993 wurde der Kanuslalom beim Kanuklub Unna mit großem Einsatz betrieben. Den größten wettkampfsportlichen Erfolg erzielten Kai Engbert und Wulf Dietrich im Canadier Zweier mit dem Deutschen Meistertitel bei den Junioren- Meisterschaften in Augsburg.

Im gleichen Jahr richtete der Kanuklub Unna die Westdeutsche Schülermeisterschaft auf der Ruhr in Fröndenberg-Dellwig aus.

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Ab 1994 rückte der Wandersport wieder in den Vordergrund.

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Am 14.08.1999 beging der Kanuklub Unna 1949 e.V. sein 50Jähriges Bestehen

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Im Jahre 2001 fanden zwei grosse Fahrten der Jugendabteilung, nach Füssen in Bayern und nach Frankreich an die Durance, statt.

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2002 reiste der KK Unna mit dem Krefelder Kanuverein gemeinsam zum Wildwasserfahren nach Österreich.

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2003 veranstaltete der KKU ein Trainingslager auf der Olympiastrecke in Augsburg, um sich auf die kommende Saison im Kanuslalom vorzubereiten.

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Seit dem Jahre 2004 findet jährlich die traditionelle Wildwasser-Pfingstfahrt zum Fernpass nach Österreich statt.

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2005  fand sich eine kleine Gruppe Paddler zusammen, um das spannende Norwegen zu wildwassertechnisch zu erkunden.

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Im Jahre 2008 unternahm der KK Unna wieder eine Wildwasser-Tour nach Skandinavien (Norwegen).

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Am 14.08.2009 beging der Kanuklub Unna 1949 e.V. sein 60Jähriges Bestehen.

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In 2011 erkundete die Jugendabteilung zum ersten Mal die Wildwasserflüsse in Lienz (Österreich).

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Im Jahre 2014 konnte Sven Glüer in einer Renngemeinschaft mit dem KKZ Köln (Sebastian Polle, Thomas Schlüssel) den Westdeutschen Meistertitel in der Mannschaft (3xK1) erkämpfen.

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2015 erreichten Robin Sprave und Simon Thomas bei den Westdeutschen Kanuslalom Meisterschaften in Lippstadt die Plätze zwei und drei im Kajak Einer der Herren.

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Im Jahre 2015 wurde begonnen die Außenanlage des Bootshauses zu verschönern (neu gepflasterte Wege, neue Bepflanzung, neue Gartenbeleuchtung etc.)

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Bei der Vorstandssitzung zu Beginn des Jahres 2016 nahm der Enkel (Sven Glüer) des Gründungsmitglied Helmut Schulze-Bramey das Amt des ersten Vorsitzenden an und trat damit in seine Fußstapfen.

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Im Jahre 2016 führte der KK Unna die neue Kategorie SUP-Paddeln ein und kaufte drei SUP-Bretter.

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Die Jugend renovierte im Jahre 2017 ihren Jugendraum.

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Heute widmet sich der Kanuklub Unna 1949 e.V. dem

– Kanuslalomsport

– Kanuwandersport

– Kanurodeo/Freestyle

– Wildwassersport

– Segel- und Surfsport wird auch gelegentlich betrieben

– SUP Paddeln